Für die Lagerung von Gefahrstoffen reicht die Gefahrstoffverordnung nicht aus. Sie ist nicht konkret genug. Die Lagerung von Gefahrstofflagerung ist deshalb so problematisch, weil es viele verschiedene gesetzliche Regelungen – man spricht von nahezu 100 – zu beachten gilt.

Die Gründe für diese Vielfalt:

  • unterschiedliche Gefahren,
  • unterschiedliche Aggregatzustände,
  • unterschiedliche Auswirkungen durch die Lagerung (z.B. in Wasserschutzgebieten)
  • unbekannte Gefahren bei unbeabsichtigter Freisetzung (auch durch Feuer)

Zudem werden zwei Immissionsziele berücksichtigt:

  • der Mensch, unabhängig, ob als Arbeitnehmer/in oder als unbeteiligte Person (z.B. Anwohner)
  • die Umwelt, insbesondere Luft und Wasser

Beim Betrieb eines Gefahrstofflagers ist daher das Rangfolgenprinzip des Arbeitsschutzes (T O P) zugrunde zu legen.

Dabei steht

T für die Technik. Dazu gehören neben den baulichen Maßnahmen z.B. auch Sprinkleranlagen.

O für die Organisation. Die räumliche Trennung der Gefahrstoffe und die Unterweisung der Mitarbeiter gehören unter anderem hierzu.

P für den Schutz von Personen. Neben der Persönlichen Schutzausrüstung zählt insbesondere die Gefahrenbeurteilung aller Prozesse im Zusammenhang mit der Gefahrstofflagerung.

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